#Gespräche zur Lichtkultur No3

"Licht und Gesellschaft_Zwischen Anforderungen und Konflikten in der leuchtenden Stadt"

 

Am 29. September fand die dritte Veranstaltung der #Gespräche zur Lichtkultur statt. Passend zum Thema „Licht und Gesellschaft _ Zwischen Anforderungen und Konflikten in der leuchtenden Stadt“ fand die Gesprächsrunde im Casino des 91 Meter hohen RWE-Towers in Dortmund statt – mit einem imposanten Blick über das abendliche Licht des Ballungsraums Ruhrgebiet.

Rund 50 Interessierte fanden sich hier zusammen und hörten die drei einführenden Impulsvorträge. Als Gäste waren diesmal Prof. Dr. Dietrich Henckel, Fachgebietsleiter Stadt und Regionalökonomie (TU Berlin), Dr. des. Nona Schulte-Römer, Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Dipl.-Ing. Carsten Zieseniß, Architekt und Lichtplaner aus Buchholz dabei, die das Thema Stadtlicht – jeder aus eigenem Hintergrund – beschrieben und dabei viele Facetten eröffneten.

Die sozialwissenschaftliche Komponente der Stadtbeleuchtung, die besonders Dietrich Henckel und Nona Schulte-Römer in die Diskussion einbringen konnten, wird in der eher technischen oder gestalterischen Sicht eines Planers oft vernachlässigt. Denn das künstliche Licht schafft erst die Voraussetzungen für eine Gesellschaft, die rund um die Uhr produziert, konsumiert und kommuniziert. Vorrangig in Städten entgrenzen sich damit menschliche Aktivitäten von natürlichen Zeitrhythmen, es sind mit der Zeit eigene Strukturen aus Funktions-, Werbe- und Dekorationsbeleuchtung entstanden.

Aber welche Beleuchtung ist die richtige? Wie findet man seine Position in den verschiedenen Anforderungen aus Technik, Norm, sozialen Anforderungen und Umweltfaktoren? Dies war das bestimmende Moment der Diskussion, die sich rege entfaltete. Unter den Besuchern waren viele Fachleute mit verschiedenen Hintergründen vom Stadtplaner bis zum städtischen Verantwortlichen, die von ihren jeweiligen praktischen Erfahrungen und täglichen Problemen berichten konnten. Der Austausch mit den wissenschaftlichen und planerischen Ansätzen der Gäste war sehr intensiv bis zum Ende der Veranstaltung. Aber auch zahlreiche Personen ohne fachlichen oder lichtspezifischen Hintergrund beteiligten sich rege an den Gesprächen und brachten ihre Meinung als Bürger mit ein.

Die Initiatoren der  #Gespräche zur Lichtkultur, Dennis Köhler vom Lichtforum NRW, Manfred Hobbelink von der LTGR und Markus Helle von der Fachzeitschrift Highlight sehen die Konzeption der Veranstaltungsreihe bestätigt. Der Blick über den urbanen Raum hat gleich alle Möglichkeiten und auch Problemzonen aufgezeigt und zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Thema geführt. Unterstützt vom Sponsor der Veranstaltung, der RWE Stiftung für Energie und Gesellschaft, werden weitere Veranstaltungen folgen, über die in den Newslettern der Initiatoren informiert wird.

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