Motivation

Die Beweggründe zur Initiierung des Lichtforum NRW liegen auf der Hand: die aktuellen gesellschaftlichen, ökologischen und wirtschaftlichen Situationen steigern tagtäglich den Bedarf, die Lichtbranche auf dem Weg des technologischen Fortschritts zu begleiten. Dabei geht es in gleicher Weise auch um die Akteure, die künstliche Beleuchtung einsetzen und gebrauchen oder deren Wirkungsweisen erforschen und hinterfragen. Die Aktivitäten des Lichtforum NRW zielen damit nicht nur auf die Bedarfe der Mitglieder, sondern bilden ein offenes Angebot mit einem Nutzwert, der weit über die unmittelbar Beteiligten hinaus wirkt. Sowohl im fachlichen als auch privaten Bereich möchten wir für das spannende und vielschichtige Thema 'Licht' begeistern und sensibilisieren.

Motivierend wirken dabei ganz konkrete Bedingungen der heutigen Zeit:

Technologiewandel
Der sich aktuell vollziehende Technologiewandel hin zur LED/OLED ist eine große Herausforderung für die Herstellung lichttechnischer Produkte. Produktionstechnologien verändern sich signifikant, Lebenszyklen der Produkte verkürzen sich deutlich, die In-Marktbringung untersteht komplexeren Rahmenbedingungen und die Produkte diversifizieren sich drastisch. Hiermit geht die Notwendigkeit einher, das Know-How der Branche auf die neuen Technologien auszurichten und dieses konstant zu steigern. Das Lichtforum NRW versteht sich hierbei als neutrale Plattform, an dem "Wissen" gebündelt und weitergereicht wird. Neben regelmäßigen Informationen zu Themenschwerpunkten sollen auch neue Technologien vorgestellt werden, um die immer schneller und umfangreicher werdenden Informationsbedarfe abzudecken.

Fachkräftemangel
Bei bestehendem Innovationsdruck zeichnet sich nicht zuletzt auf Grund der demografischen Entwicklung ein Fachkräftemangel ab. Neben der Schaffung von Ausbildungsplätzen, müssen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beständig weiterqualifiziert und neue Fachkräfte akquiriert werden. Nordrhein-Westfalen und insbesondere die Region Südwestfalen zeigen dabei die räumlich höchste Verdichtung an Unternehmen der Licht- und Leuchtenbranche in ganz Deutschland! Das Lichtforum NRW wird dabei ein Aus- und Fortbildungsort für heutige und zukünftige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei sollen Qualifizierung und Themeninteresse bereits frühzeitig entfaltet werden. Schülerinnen und Schüler sollen ebenso an das Thema "Licht" herangeführt werden wie auch das Angebot für Studierende ausgebaut werden soll. Dies in enger Zusammenarbeit mit den Bildungseinrichtungen in der Umgebung.

Wettbewerbsfähigkeit
Auf der Seite der Licht nutzenden Akteure wird das Lichtforum NRW für das Thema "Licht und Beleuchtung" sensibilisieren und verdeutlichen, dass neue Beleuchtungstechnologien und -praktiken hohe Qualitäten hervorbringen und den Dimensionen nachhaltigen Handelns gerecht werden. Auf der Seite der Beleuchtungsbranche (Licht anbietende Akteure) wird das Lichtforum NRW als neutraler Veranstalter den Informations- und Erfahrungsaustausch fördern. Dabei werden kooperative Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf regionaler Ebene initiiert und begleitet. So dient das Lichtforum NRW als "Denkfabrik", die nicht zuletzt der Wettbewerbsfähigkeit zuträglich ist.

Gesellschaftliche Verantwortung
Unternehmen sind sich ihrer Verantwortung bewusst und tendieren immer mehr zur Intensivierung ihres gesellschaftlichen Engagements. Dies meint nicht nur den bewussten Umgang mit Ressourcen (Thema: Klima & Umwelt), sondern auch die nachhaltige Stärkung des Standorts im unternehmerischen Handeln. Das Lichtforum NRW wird mit seinem Netzwerkgedanken das Image des regionalen Clusters der Licht- und Leuchtenbranche weiter prägen und seine Ausstrahlungswirkung auf den Wirtschaftsstandort insgesamt entfalten. Eine Disziplinen übergreifende Zusammenarbeit verschiedener Akteure und Institutionen wird zur Aufwertung der Standortattraktivität führen und das Bewusstsein für Stärken und Potenziale der Region fördern. Die Berücksichtigung und Bearbeitung von Themen wie z.B. unnütze Lichtverschwendung bzw. so genannte "Lichtverschmutzung", ökologische Verträglichkeit der Lichtwirkung oder auch das menschliche Wohlbefinden im Innen- und Außenraum runden dabei das Interesse zum nachhaltigen Handeln ab.